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Digitalisierungsberater haben wir genug. Macher fehlen.

Digitalisierungsberater gibt es viele. Einer der die Motorhaube aufmacht, ehrlich sagt los ist und morgen anfängt: das ist das was aber eigentlich alle wollen?

5 Min. Lesezeit·Robert CwicinskiFounder & Problemlöser; Spieler Nr #31

Digitalisierungsberater vs Macher

Wer einen Digitalisierungsberater sucht, hat meistens eines von zwei Problemen.

  • Entweder man weiß bereits, dass sich etwas ändern muss, aber nicht genau was oder wie. Zu viele Meinungen, zu wenig Klarheit, und irgendwo da draußen soll jemand sein der das versteht.
  • Oder man weiß schon ganz genau was man will. Die Idee ist klar, die Richtung steht. Aber es fehlt intern an Kapazitäten oder es fehlen die richtigen Menschen um es in der Praxis umzusetzen. Also sucht man jemanden der hilft.

Beides ist legitim und verständlich. Und für beides gibt es eine Menge an Angeboten dort draußen. Die Frage ist nur: was erwartet man und was bekommt man wirklich?

Die zwei Typen von Menschen die das lesen.

Wer gerade nach einem Digitalisierungsberater sucht, ist meistens einer von zwei Typen.

Typ 1: Du weißt dass sich etwas ändern muss, aber vielleicht noch nicht genau was. Die Prozesse hängen, die Systeme reden nicht miteinander, das Team arbeitet an der Kapazitätsgrenze. Irgendetwas stimmt nicht, du kannst es eventuell benennen aber noch nicht lösen.

Typ 2: Du weißt genau was du umsetzen willst. Die Richtung ist klar, die Idee steht. Was fehlt sind Menschen die es umsetzen. Intern nicht vorhanden oder momentan keine Kapazität, extern bisher noch nicht gefunden.

Für beide gilt dasselbe: was du brauchst ist keiner der das Problem noch einmal analysiert. Was du brauchst ist jemand der anfängt und an einer Lösung dafür arbeitet.

Was du suchst. Und was du oft kriegst.

Du suchst jemanden der wirklich versteht was genau kaputt ist, der klar sagt was er denkt, und der anfängt. Am besten direkt morgen.

Was du oft kriegst: erstmal einen Strategieworkshop. Dann vielleicht noch einen zweiten, weil nicht alle Stakeholder an Bord waren. Dann ein Dokument mit Best Practices und Beobachtungen. Danach kommt dann eine Präsentation mit Handlungsempfehlungen für Dinge die intern alle schon wussten. Und dann ein Angebot für die Phase zwei.

Das ist keine Bosheit. Das ist das ehrlicherweise das Modell. Wer nach Stunden bezahlt wird hat eigentlich (logisch) keinen Anreiz kürzer zu machen. Berater haben somit in der Regel das Ziel, dass eine Beauftragung möglichst lange andauert, anstatt möglichst schnell erledigt ist.

Berater vs. Macher. Der Unterschied in der Praxis.

  • Der Berater macht Strategieworkshops.
    Der Macher macht die Motorhaube auf, sagt dann ehrlich was er denkt, und schlägt vor morgen mit der Umsetzung von XYZ anzufangen.
  • Der Berater liefert eine PowerPoint mit Best Practices.
    Der Macher baut dir schon morgen eine Lösung, damit die Leute endlich wieder vernünftig arbeiten können, weil bekannt ist wo der Schuh drückt.
  • Der Berater nickt Ideen ab, um das Mandat zu verlängern.
    Der Macher legt den Finger in die Wunde, stellt auch mal unangenehme Fragen und sagt dir auch, dass die aktuelle Softwarearchitektur schlichtweg Schrott ist. Das mag manchmal weh tun, aber es ist total lösungsorientiert und nur gut gemeint.
  • Der Berater analysiert, spricht mit allen, malt schicke Folien und liefert eine Handlungsempfehlung ab.
    Der Macher hat schon etwas erschaffen, bevor der Berater angefangen hat Folien zu malen.

Warum das gerade jetzt wichtiger ist als je zuvor.

In Zeiten von KI ist Zeit nochmal mehr ein kritischer Faktor. Alles passiert schneller. Wer heute nicht anfängt, schaut morgen zu wie andere schon drei Schritte weiter sind.

Monatelange Analysephasen waren schon immer teuer. Heute sind sie auch noch gefährlich. Morgen starten, übermorgen validieren: das ist was den Unterschied macht. Nicht weil man unüberlegt handeln soll, sondern weil Klarheit auch durch Tun entsteht, nicht durch Folien. In der Praxis findet man ausserdem oft Dinge, die ohnehin nicht im Konzept landen. Man fängt schneller an die "richtigen" Dinge zu tun.

Während andere noch das Handbuch lesen, hat der Macher also schon den Schraubenschlüssel in der Hand.

Wann brauchst du welchen?

Ehrlich gesagt: es gibt Situationen wo klassische Beratung sinnvoll ist. Wenn ein Unternehmen wirklich nicht weiß wo es steht, wenn komplexe Stakeholder-Landschaften aligned werden müssen, wenn externe Validierung intern politisch notwendig ist, damit jemand Drittes die Annahme bestätigt. Oder weil sich intern niemand traut es auszusprechen.

Aber das sind Ausnahmen, keine Regel.

Wer konkrete Ideen hat und jemanden sucht der umsetzt: Macher.
Wer weiß, dass etwas kaputt ist und jemanden sucht, der ehrlich sagt was: Macher.
Wer einen Schuldigen für die nächste Entscheidung braucht: Berater.

Was einen Macher ausmacht.

Nicht das Werkzeug. Nicht die Methode. Die Haltung.

Ein Macher misst sich am Ergebnis, nicht am Output. Nicht an der Anzahl der Folien und auch nicht an den abgehakten Meilensteinen oder am Abschlussbericht. Sondern daran ob es danach besser läuft.

Ein Macher sagt was er denkt. Auch wenn es unbequem ist. Auch wenn die Architektur nicht optimal ist. Auch wenn die Idee des Geschäftsführers nicht funktioniert. Wer das nicht sagt optimiert für das eigene Mandat, nicht für das Ergebnis.

Ein Macher fängt an. Schnell, mit dem was da ist, und justiert unterwegs. Nicht weil er unvorbereitet ist, sondern weil er weiß dass echte Erkenntnisse durch das Machen entstehen und nicht in der Theorie.

Digitalisierungsberater gibt es wirklich viele.

Wer aber die Motorhaube aufmacht, ehrlich sagt was Sache ist, und morgen anfängt: das ist eine andere Geschichte. Und genau das ist es was Unternehmen gerade brauchen.

Wir sind Macher aus Überzeugung. Wie wir das angehen steht in unserem Playbook.

— Robert

Das Playbook

Die goldene Anleitung für alles was wirklich zählt. 18 Regeln und fünf Positionen die beschreiben wie wir denken, entscheiden und arbeiten. Kein Leitbild. Kein Bullshit.

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Robert Cwicinski

Robert Cwicinski

Founder & Problemlöser; Spieler Nr #31

Berater, Macher, brutal ehrlich, Out-of-the-box-Thinker seit 2005. ADHS. Wenn etwas kaputt ist, will ich es reparieren. Zuerst aber will ich verstehen warum. Ohne das ist jede Lösung reine Glückssache.

Keine Agenda.

WENN DU GERADE NICKST, SOLLTEN WIR REDEN.

Wir führen gerne ehrliche Gespräche mit Menschen, die echte Probleme haben. Ob daraus was wird, ist erstmal egal. Wir haben jedenfalls keine Zeit, dich danach wochenlang mit Anrufen zu nerven ☺️.